Software Dienstleistung Wissenswertes Kontakt english
start > wissen > erfassung

Verfahren der Bestandserfassung

Die Erfassung lässt sich mit Blick auf die Datengrundlage in zwei große Kategorien einteilen.
Die Datenerfassung vor Ort findet auf Grundlage der primären Information am realen Objekt statt, während andererseits auch eine Erfassung auf Grundlage vorhandener Pläne (Sekundärinformationen) möglich ist.

  • Die Verfahren im Vergleich
  • Sachdatenerfassung

    ist vergleichbar mit einer betriebswirtschaftlichen Inventur. Unabhängig von der Geometrie des Objektes können hierbei Möbel, Geräte, Materialien, Zustände, Besonderheiten etc. erfasst und beschrieben werden.

    Handaufmaß

    ist die technisch einfachste und damit verbreitetste Methode der Vermessung. Sie eignet sich für die Aufnahme einfacher Geometrien. Unter Verwendung eines Laser-Distanz-Messgerätes können auch größere Distanzen von einer Person gemessen werden. Bei nicht orthogonalen Räumen sind die Grenzen dieser Methode schnell erreicht.

    Tachymetrie

    hat sich in den letzten Jahren als Aufmaßtechnologie auf elektrooptischer Basis im Bereich Gebäudeaufnahme etabliert. Basisgerät aller ingenieurgeodätischen Verfahren ist der Theodolit. Ein Gerät, welches Horizontal- und Vertikalwinkel misst. Lässt das Gerät auch Streckenmessungen zu, spricht man von einem Tachymeter. Mit diesem Gerät lassen sich sehr genau einzelne Punkte im Raum bestimmen.

    Photogrammetrie

    ist ein Sammelbegriff für verschiedene Verfahren der Bildauswertung. Wesentliches Merkmal ist, dass die Messung nicht am Objekt selbst, sondern an den fotografischen Bildern des Objektes ausgeführt wird. Diese Methode kommt immer dann zum Einsatz, wenn viele Details bestimmt werden müssen. Das Verfahren ist jedoch anfällig für äußere Einflüsse (Ausleuchtung, Aufnahmewinkel etc.).

    Laserscanning

    ist ein Verfahren, welches in relativ kurzer Zeit eine sehr große Anzahl von Einzelpunkten aufnimmt. Ergebins dieser Erfassung ist eine dreidimensionale Punktwolke, die ein Abbild der Umgebung darstellt.

    Die Vektorisierung

    von digitalisierten Papierplänen ist auf den ersten Blick der schnellste und kostengünstigste Weg um zu einer CAD-Zeichnung der Immobilie zu kommen. Die mangelhafte Genauigkeit sowie die Unsicherheit bezüglich der Aktualität, machen diese Erfassungsart nur für wenige Objekte längerfristig sinnvoll. Für die Darstellung räumlicher Bezüge ist dieses Verfahren durchaus angebracht. Vorsicht ist jedoch bei der Ermittlung von Flächen oder Volumen aufgrund dieser Daten geboten.